Headless Commerce ist in aller Munde. Wir analysieren realistisch, für welche Projekte der Ansatz wirklich Sinn ergibt und wo klassisches Shopware überlegen ist.
Headless Commerce – also die Trennung von Frontend und Backend – ist seit Jahren ein Hype-Thema. Shopware 6 unterstützt Headless über seine Store API nativ. Doch macht es wirklich immer Sinn?
Die Versprechen von Headless
Maximale Frontend-Freiheit, bessere Performance, Omnichannel-Fähigkeit. Alles richtig – in der Theorie.
Die Realität
Headless verdoppelt oft die Komplexität. Statt eines Systems müssen zwei gepflegt werden: das Shopware-Backend und das Frontend-Framework (Next.js, Nuxt, etc.). Das bedeutet doppelte Deployments, doppelte Fehlerquellen.
Wann Headless sich lohnt
- Sehr hohe Traffic-Anforderungen (>100k Besucher/Tag)
- Komplexe Omnichannel-Anforderungen (App, Kiosk, etc.)
- Ein dediziertes Frontend-Team vorhanden
- Shopwares Storefront reicht für das Design nicht aus
Wann klassisch besser ist
- Team kleiner als 5 Personen
- Normales Traffic-Niveau
- Shopware-Storefront deckt alle Design-Anforderungen
- Budget unter 100k EUR
Unser Fazit
Headless für 80% der Shopware-Projekte ist Overengineering. Die klassische Storefront ist ausgereift, schnell und wartbar.
Autor
Julia Becker
Proxation GmbH